Kaulsdorf

Kaulsdorf

Der historische Ortskern von Alt-Kaulsdorf schlummert am östlichen Rand Berlins, mitten im Landschaftsschutzgebiet Wuhletal. Im 13. Jahrhundert gegründet, hat es sich der Ort seine ursprüngliche Form als Angerdorf bewahrt.

Eine Kopfsteinpflasterstraße führt hinauf zur Dorfkirche mit ihrem roten Backsteinturm. Im Turmmuseum kann man sich zur Ortsgeschichte von Kaulsdorf informieren. Um den grünen Anger reihen sich ehemalige Vierseitenhöfe mit bunt bewachsenen Gärten. Von der nahe gelegenen B1 ist in Kaulsdorf kaum noch etwas zu hören.

Das ehemalige Gut Kaulsdorf wurde im Jahr 1782 von Franz Carl Achard, Mitglied der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften, erworben. Er führte dort erste Experimente zur Rübenzuckergewinnung durch. Sein Verfahren bescherte dem preußischen Staat schließlich die Unabhängigkeit von teurem überseeischem Importzucker.

Seit den 1930er Jahren ist hier das Kaulsdorfer Traditionsunternehmen Schilkin ansässig. Den Wodka des Firmengründers Apollon Schilkin trank man sogar am russischen Zarenhof. Heute füllt man hier „Berliner Luft“ in Flaschen ab.

Bilder: Gröschel Branding