• Lebenswerte Stadt

Veranstaltungsort:
Tourist-Info| Hellersdorfer Straße 159| 12619 Berlin
030 70090 6655
Anfahrt: U5 Kienberg – Gärten der Welt
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Ausstellung:
12. Januar – 29. Februar 2024,
Mo-Sa von 9 bis 17 Uhr

Eröffnung der Ausstellung am 12.01.24 ab 13.00 Uhr
mit Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic und weiteren Gästen

Eintritt: frei,
Anmeldung unter Tel. 030| 70090 66 55
oder per email mit Namen und Anzahl der Tickets

Ausstellung „Lebenswerte Stadt,
28x Stadtentwicklung in Dänemark”

Im Januar und Februar ist die Wanderausstellung der Königlich Dänischen Botschaft bei uns in Berlin Marzahn-Hellersdorf zu Gast! Rund um die Ausstellung gibt es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm!

Die Ausstellung “Lebenswerte Stadt 28x Stadtentwicklung in Dänemark” ist in in Zusammenarbeit mit dem dänischen Institut für Stadtplanung entstanden und zeigt eine Reihe gelungener Beispiele von Architektur und Städteplanung in Dänemark. Sie wirft bewusst auch einen Blick auf Projekte außerhalb der größten Städte, die oft genug die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ergänzt wird die Ausstellung mit Interviews und filmischen Eindrücken der Projekte. Als Kaleidoskop ganz unterschiedlicher Projekte will die Ausstellung gleichzeitig auch eine Anregung zur Diskussion sein:

Was macht eigentlich die lebenswerte Stadt aus, für wen bauen wir und wer darf und kann mitmachen?

Aus Protest gegen die zumeist leeren und öden Flächen zwischen den tristen Wohnblocks im Kopenhagener Vorort Høje Gladsaxe baute der dänische Architekt und Stadtplaner Jan Gehl 1969 mit Gleichgesinnten über Nacht einen Spielplatz dazwischen. Eine wahre Stadt-Guerilla-Aktion, die einen kleinen Eingriff in die Stadt darstellte, aber einen weitreichenden Impuls in die dänische Stadtentwicklungsdebatte gab. Die Philosophie von Jan Gehl, die er in vielen Projekten weltweit und auf unermüdlichen Vermittlungstouren sowie in seinem Standardwerk Leben zwischen Häusern (Livet mellem husene) vermittelt, hat Maßstäbe gesetzt. Es ging ihm um die Förderung des sozialen Miteinanders in der Stadt und den Respekt für die Bedürfnisse der Menschen. Dänische Architekt:innen und Stadtplaner:innen messen sich mindestens seitdem daran und überlegen sich, wie der gebaute Rahmen für Lebensqualität aussehen könnte.

Eine Stadt sind nicht nur die Häuser, sondern ist erst eine Stadt, wenn es Leben zwischen den Häusern gibt. Wie plant man und wie baut man dafür? Seit der Epoche der modernistischen Bausünden der 60er Jahre mit viel Platz für Autoverkehr, die auch an Dänemark nicht spurlos vorüberging, ist einiges geschehen.
Städteplanung muss sich heute mit Korrekturen auseinandersetzen, wo Stadtzentren aussterben und wo Häfen nicht mehr industriell genutzt werden. Wie das gelingt, kann man in Svendborg auf Fünen erleben, wo ein lebendiges Hafenmilieu entsteht. Es geht auch um Begegnungen und Raum für Gemeinschaften.

Städteplanung muss aber auch mit Respekt für Nachhaltigkeit und mit Blick auf Klimaveränderungen geschehen. Nicht nur aus allgemeiner Gutmenschlichkeit, sondern weil ganz konkret Überschwemmungen drohen. Wie das kombiniert werden kann, zeigt beispielsweise die Gartenstadt Kokkedal und auch das Klimaquartier Skt. Kjelds in Kopenhagen.

Dänemark rühmt sich ohne Zweifel mit einigen fantastischen Flagships der Architektur, aber die Frage, ob man immer neu bauen muss, stellen sich auch dänische Architekten. Maltfabrikken in Ebeltoft, Polymeren auf Fünen oder das Streetmekka in Viborg zeigen, wie leerstehenden älteren Industriebauten neues Leben eingehaucht werden kann – übrigens oft auch auf Initiative der Bürger selbst.

Nicht alles ist planbar und es gilt in manchen Fällen, der Stadt den Menschen und ihren Aneignungen zu überlassen. Wie im Fall der Fjordbyen in Aalborg.

Rahmenprogramm:

12.01.24 Ausstellungseröffnung mit Impulsvorträgen, smoothiebike, einer musikalischen Umrahmung mit Jonas Müller am Flügel und dän. Hygge

20.01.24 Radreise-Abenteuer Multimedia Vorträge mit den beiden Schwestern Ana und Ida Lutzenberger- 15.000 km nach Zentralasien und zurück und Jasmin Böhms Reise zum Nordkap…

17.02.24 Radreise-Abenteuer Multimedia Vortrag mit Jörn Tietje- In 70 Tagen um die Ostsee, eine baltische Radreise

16. und 23.01.24 ASH Projekt-Werkstatt

Anmeldung unter Tel. 030| 700 90 66 55
oder per email mit Namen und Anzahl der Tickets (max. 4).

Bild oben: Rasmus Hjortshøj / COAST